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Treffen in der Gruppe zu Weihnachten

Am Heiligabend, den 24.12.2023, sowie am 1. Weihnachtsfeiertag, den 25.12.2023, laden wir Sie herzlich zu unseren Gruppenabenden in der Luthergemeinde in Griesheim ein.

Wir treffen uns jeweils um 18 Uhr in 64347 Griesheim, Pfarrgasse 2. Diese Veranstaltungen finden ohne Beratung statt und dauern je nach Bedarf.

Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail unter jschuetze@ass-darmstadt.de an.

DHS Jahrbuch Sucht 2023 liegt vor

Das am 26.04.2023 veröffentlichte DHS Jahrbuch Sucht 2023 bündelt die aktuellsten Zahlen und Fakten zu Alkohol, Tabak, illegalen Drogen, Glücksspiel und weiteren drogen- und suchtbezogenen Themenstellungen. Damit dient es der schnellen Orientierung, wenn es um konkrete und aktuelle epidemiologische Daten geht. Zudem bietet es einen Überblick zum Klientel und den professionellen Leistungen in der Suchthilfe sowie bei der rehabilitativen Behandlung. Neben der umfassenden Datensammlung, -aufbereitung, -analyse und -interpretation bildet die aktuelle Ausgabe des jährlich erscheinenden Standardwerks auch neuere Entwicklungen ab.

Der Trend geht zu stärkeren Stimulanzien: Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung nimmt Drogen

Das Jahrbuch Sucht 2023 belegt einen kontinuierlich anhaltenden Trend, der sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat: Deutsche verlieren Lust auf Bier und Zigarette. Doch stärkere Stimulanzien – Rauschgift – sind bei Jugendlichen und Erwachsenen zunehmend begehrt.

Im jahr 2000 wurden in Deutschland pro Person im statistischen Durchschnitt 125,5 Liter Bier gemessen; die Menge nahm Jahr für Jahr ab, 2021 betrug sie 91,6 Liter. Bei stärkeren Getränken blieb der Konsum im gleichen Zeitraum allerdings annähernd konstant: Spirituosen gingen von 5,8 auf 5,2 Liter zurück, Wein stieg von 19,0 auf 20,7 Liter.

Mit einem Alkoholpegel kann die Neigung zur Gewalt steigen. Die Bundeskriminalstatistik hat allein zwischen 2020 und 2021 einen deutlichen Rückgang der „Gewaltkriminalität unter Alkoholeinfluss“ gemessen – von 38.521 auf 30.937 Straftaten. Selbst eine Lieblingsbeschäftigung Alkoholisierter ging zurück: 2020 wurden 17.390 Fälle von „Widerstand gegen die Staatsgewalt unter Alkoholeinfluss“ registriert, 2021 nur noch 16.310.

Die Zahl der „Alkohol-Verkehrsunfälle“ hat sich in diesem Jahrhundert etwa halbiert: Sie ging von 27.375 im Jahr 2000 auf 13.628 im Jahr 2021 zurück; parallel fiel die Zahl der Todesopfer von 1.022 auf 165.

Cannabis ist die meistverbreitete Droge: Etwa 7 bis 9% der Erwachsenenen und Jugendlichen nehmen sie. Etwa ein Prozent der Jugendlichen und 3,6 % der Erwachsenen nehmen andere Drogen. Mehr als drei Prozent missbraucht Medikamente (v.a. Opiat-Analgetika, Hypnotika, Sedativa).  2005 wurden mehr als 1300 Drogen-Todesfälle (meist bei Überdosierung) erfasst, im Jahr 2021 bereits mehr als 1800. Hinzu kommen Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss: 2021 verunglückten mehr als 3200 Personen, 53 wurden getötet, fast 800 schwer und fast 2400 leicht verletzt. Die amtlichen Zahlen sind vermutlich noch weit unterschätzt, da die Diagnostik psychotroper Substanzen oft unzuverlässig ist.

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Weitere Infos finden Sie hier auf der Website der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

Die Pressemeldung zur Korrektur des Jahrbuchs Sucht 2023 finden hier.

Die A.S.S. hat einen neuen Vorstand

Bei den Vorstandswahlen am 5. Mai 2023 verabschiedete sich Hajo von Uffel nach 12 Jahren von seinem Ehrenamt als 1. Vorsitzender. Vieles hat er für die Suchtkrankenhilfe in Darmstadt und Umgebung geleistet und die Arbeit der Alkohol- und Suchtselbsthilfe e.V. in mancherlei Hinsicht weiter vorangebracht – immer im engagierten Einsatz für die Belange und Nöte der Abhängigen.

Nun wurde Jürgen Schütze zu seinem Nachfolger gewählt. Jürgen leitet seit vielen Jahren verschiedene Motivationsgruppen der A.S.S., außerdem das wöchentliche Zoom-Gruppenmeeting. In den vergangenen 4 Jahren war er zweiter Vorsitzender des Vereins.

Das Darmstädter Echo veröffentlichte am 15. Mai 2023 ein Interview mit beiden.

Zur zweiten Vorsitzenden wurde Lisa von Uffel gewählt, unsere langjährige Suchtkranken-Beraterin und Leiterin der Frauengruppe, zur Rechnerin Frau Sonja Bangert und zum Schriftführer Herr Wolfgang Zissel.

29. Begegnungstag der Alkohol- und Suchtselbsthilfe e.V.

Am Samstag, den 29. April fand der diesjährige Begegnungstag der Alkohol- und Suchtselbsthilfe e.V. statt. Eingeladen waren Freunde, Förderer, Gruppenmitglieder, Aktive und Mitglieder der ASS.

Die Veranstaltung, die den Mitgliedern der 11 ASS-Motivations- und Festigungsgruppen (incl. Zoom-Gruppe) ermöglicht, sich auch gebietsübergreifend kennenzulernen, fand damit zum 29. Mal statt.

Die Stadt Griesheim hatte dem Verein dankenswerter Weise wieder ihr Bürgerhaus „St. Stephan“ zur Verfügung gestellt.

Nach der Begrüßung und Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden der ASS, Hajo von Uffel, drückten Volker Weyel vom KPRD (Kommunaler Präventionsrat der Stadt Darmstadt), Suchtexperte Detlef Betz  sowie Rudi Stadler von der Hessischen Landeskonferenz Suchtselbsthilfe (HLS) und der Ehrenvorsitzende der ASS, Herbert Everts, ihre Verbundenheit mit der ASS sowie ihren Dank für die geleistete Arbeit aus.

Das Thema des Tages lautete diesmal: „Was steht dahinter?“ Frau Kerstin Rös, selbständige Psychologin und Therapeutin in der Suchtabteilung der Salus Klinik in Friedrichsdorf referierte zu diesem Thema: Mit der Suchtproblematik sind oft Depressionen verbunden. Um z.B. Antrieblslosigkeit zu durchbrechen, spielt der Aufbau belohnender Aktivitäten durch positive Verstärker (Belohnungen) und die Vermeidung negativer Verstärker eine wichtige Rolle. Die Frage „Wie kann man Grübeln vermeiden?“ wurde durch das „Warum-Wie-Experiment“ veranschaulicht: bei einer Problemstellung das „Warum“ in den Vordergrund zu stellen, führt zum Grübeln (Warum ausgerechnet ich? Warum …?) . Die erfolgversprechendere Fragestellung heißt: Wie kann ich mit einem Problem umgehen? Anstatt in einer Gedankenschleife fest zu hängen führt dieses Vorgehen zu Lösungsmöglichkeiten.

Schlafhygiene, Prioritäten richtig setzen, sich eigene Werte bewusst machen, Wochenplanung gehören zu den wichtigen Elementen einer erfolgreichen (Selbst-)Therapie.

Eine Aussprache zum Tagesthema im Plenum bildete den  Ausklang der Veranstaltung.

Liebe Freunde, Förderer und Mitglieder,

wir schauen nun auf ein Jahr zurück, in dem die Pandemie unser Leben und auch die Aktivitäten unseres Vereins nicht mehr so stark beeinträchtigt hat wie in den vergangenen zwei Jahren. Alle Präsenztreffen konnten wieder stattfinden.            

Allerdings haben wir die Gruppe in Leeheim nicht wieder aktiviert. Hauptgrund war der Tod der Gruppenleiterin Hildegard Schäfer, deren viel zu frühes Ableben wir sehr bedauern. Auch unser Gruppenleiter und Berater Walter Bartl ist plötzlich verstorben. Dieser herbe Verlust konnte durch Übernahme seiner Aufgaben in Ober-Ramstadt und Reinheim durch andere Aktive ausgeglichen werden.

Unsere Beratungstätigkeit konnten wir wieder voll aufnehmen. Die Beratungstermine in Darmstadt, mit zwei Beratern parallel, sind fast jeden Mittwoch ausgebucht.         

Wir haben wieder an Projektwochen von Schulen teilgenommen, was wir auf Grund der guten Mitarbeit der Schüler sehr gerne tun.                                                     

Unsere ganztägige Fortbildung und das beliebte Sommerfest in Griesheim konnten wir durchführen

All unseren Freunden, Förderern und Mitgliedern möchte ich im Namen der ASS herzlich danken für die vielfältige Unterstützung, die Sie dem Verein im zu Ende gehenden Jahr gewährt haben.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr!

Hajo von Uffel, 1. Vorsitzender      

im Dezember 2022   

 

ABHÄNGIG – Wem sage ich was und wie?

Acht Tipps von Lisa von Uffel

Es fällt insbesondere frisch Abstinenten häufig schwer, einen gut passenden Weg zu finden, wie sie über ihre Erkrankung sprechen.

In den Selbsthilfegruppen tauschen wir uns darüber aus, wie wir selbst damit umgegangen sind, aber auch was uns momentan bewegt.                            zum Artikel

Erklärvideo für Geflüchtete: „Warum kann Alkohol für mich gefährlich werden?“ (German)

Das Erklärvideo der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) wendet sich an geflüchtete Menschen. Unter der Überschrift „Warum kann Alkohol für mich gefährlich werden?“ wird in fünf Sprachversionen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Dari und Tigrinya) erklärt, weshalb der Konsum von Alkohol gerade bei geflüchteten Menschen mit gesundheitlichen Gefahren verbunden ist – wenn sie aufgrund fehlender Erfahrung im Umgang mit Alkohol die Wirkungen nicht einschätzen können oder sie ihn, aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen, als Beruhigungs- und Betäubungsmittel einsetzen.

Das Erklärvideo wurde mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erstellt.

und ist hier in weiteren Sprachen verfügbar (Englisch, Arabisch, Dari, Tigrinya).