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„Alkohol ist doch nichts anderes als Kiffen! Oder doch?“

Bei schönstem Frühlingswetter trafen sich am 6. April 2019 ca. 80 Besucher im Bürgerhaus „St. Stephan“, das die Stadt Griesheim für diesen Anlass dankenswerter Weise wieder zur Verfügung stellte. In diesem Jahr fand der ASS-Begegnungstag, bei dem sich die Mitglieder der 11 Motivations- und Festigungsgruppen auch gebietsübergreifend kennenlernen sollen,  zum 27. Mal statt.

In ihren Grußworten drückten u.a. Volker Weyel vom KPRD (Kommunaler Präventionsrat der Stadt Darmstadt), Detlef Betz im Namen der ELAS und des Diakonischen Werkes (rechts im Bild), Dipl.-Psych. Nica Böttcher von der Salus-Klinik Friedrichsdorf sowie Rudi Stadler von der Hessischen Landeskonferenz Suchtselbsthilfe (HLS) und der Ehrenvorsitzende der ASS, Herbert Everts, ihre Verbundenheit mit der ASS sowie ihren Dank für die geleistete Arbeit aus. Der Vorsitzende der ASS, Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_3948-2-1024x683.jpgHajo von Uffel (links im Bild), erläuterte den Grund für das Thema des Tages: Immer mehr muss sich die Suchtkrankenhilfe auch mit anderen Drogen als Alkohol beschäftigen. In weiser Voraussicht haben die Gründer den Verein vor 35 Jahren „Alkohol- und Suchtselbsthilfe“ genannt, denn: Der reine Alkoholiker ist mittlerweile fast eine Seltenheit. Daher sollte dieser Begegnungstag einmal über andere Drogen informieren.

Frau Dipl. Psych. Kerstin Rös, Suchttherapeutin an der Salus-Klinik Friedrichsdorf, gab in ihrem Fachvortrag  „Alkohol ist doch nichts anderes als Kiffen! Oder doch?“ einen hoch interessanten Überblick über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Konsum/enten verschiedener Drogen im Vergleich zum Alkohol. Laut einem Weltdrogenbericht der UN von 2018 sind Cannabis, Heroin und Kokain auf dem Vormarsch, wobei weltweit keine Droge so häufig konsumiert wird wie Cannabis. So haben im Jahr 2016 rund 192 Millionen Männer und Frauen Cannabis konsumiert, das sind 16% mehr als im Jahr zuvor. In Deutschland war in diesem Zeitraum ein starker Anstieg des Konsums bei 45-64jährigen zu verzeichnen. Im Jahr 2016 gab es 25 Millionen oder rund zehn Prozent mehr Erstkonsumenten.

Weitere Hauptpunkte des Vortrages waren:

  • Definition von Drogen 

  • Einteilung psychoaktiver Substanzen

  • Produkte und Konsumformen

  • Warum nehmen Menschen Drogen?

  • Mischkonsummuster

  • Vorstellung einzelner illegaler Suchtmittel

  • Therapieinhalte bei polyvalenter Abhängigkeit

  • Exkurs: Hilfe im Internet www.drugcom.de

 

Bei Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen und Torten klang der diesjährige Begegnungstag aus.

Die A.S.S. ist (fast) immer für Sie da

… sogar an Feiertagen:

Am Karfreitag (19.4.2019) können Sie die Gruppe und die Beratung im Darmstädter Agaplesion Elisabethenstift besuchen.

Das Gleiche gilt für die Gruppe und Beratung in Groß-Gerau.

Am Ostermontag (22.4.2019) trifft sich die die Gruppe in Griesheim, auch Einzelberatung ist möglich.

Über das Trinken und das Glück

Eine Buchempfehlung

“Lange Zeit gehörte das Trinken völlig selbstverständlich zu meinem Leben. Manchmal fragte ich mich, ob ich nicht dabei war, eine Schwelle zu übertreten, doch meistens war die Rechtfertigung so griffbereit wie das nächste Glas Wein. Bis mir irgendwann klar wurde, dass ich längst dabei war, mein Leben zu zerstören – und mir Hilfe suchte. In „Nüchtern“ erzähle ich von den Mechanismen der Selbsttäuschung, die es so vielen Menschen erlauben, ihr Alkoholproblem zu ignorieren. Ich gehe dem neuen medizinischen und neurologischen Forschungen über Abhängigkeit nach. Und ich frage, warum sich eine Gesellschaft eine Droge gestattet und zugleich diejenigen stigmatisiert, die damit nicht umgehen können. „Nüchtern“ ist meine Geschichte. Es ist die Geschichte eines Glücks.”

DANIEL SCHREIBER: NÜCHTERN. Über das Trinken und das Glück

weitere Info

Veränderung

es gibt
so viele gründe
alles beim alten
zu lassen
und nur einen einzigen
doch endlich etwas
zu verändern:
du hältst es
einfach
nicht mehr aus

hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Hans-Curt Flemming

Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
alles beim Alten zu belassen und zu hoffen,
dass sich etwas ändert.    (Albert Einstein)

Alkohol-Selbsttest

Trinke ich zu viel? Ist meine Gesundheit durch zu hohen Alkoholkonsum gefährdet? 16 Testfragen sollen Ihnen dabei helfen, Ihren Umgang mit Alkohol zu überprüfen, und Sie gegebenenfalls auf Risiken und Probleme aufmerksam machen. Auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung finden Sie diesen Selbsttest:

https://www.kenn-dein-limit.de/selbst-tests/alkohol-selbst-test/

Selbsthilfetag: Gruppen aus dem Kreis stellen sich auf dem Groß-Gerauer Sandböhl vor

von Charlotte Martin 04.06.2018

GROSS-GERAU – „Auf vielen Händen ist keine Last zu schwer“: Der Satz pointiert, worum es den rund 50 Selbsthilfegruppen im Kreis geht. Als sich am Samstag ein gutes Dutzend davon sowie kooperierende, soziale und karitative Organisationen auf dem Groß-Gerauer Sandböhl präsentierten, waren die ermunternden Worte auf Papiertaschentüchern der Seelsorge in Notfällen (SIN) zu lesen. Und doch schienen sie maßgeschneidert für alle, die unter Pavillons ihre Gruppe vorstellten – unter anderem die Diabetiker-Selbsthilfegruppe, die Alkohol- und Suchtselbsthilfe (ASS), die Psycholotsen oder die Angehörigengruppe psychisch Kranker.

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